Stricken: WIP oder Übung macht den Meister

Stricken: Pullover "Antler"

Vierzigtausend Stunden muss man üben, bevor man etwas gut kann – so habe ich das jedenfalls schon ein paar Mal gehört. Gefühlt habe ich diese Vierzigtausend Stunden schon mindestens an meinem Antler von Ankestrick verbracht.  Ein Pullover, der nach der sogenannten Contiguous-Methode an einem Stück von oben nach unten gestrickt wird. Laut den Anleitungstexten ist das auch gar nicht schwierig. Entsprechend motiviert habe ich also vor Wochen losgelegt. Schon drei Mal bin ich auch schon fast bis zu den Ärmelabteilungen gekommen. Die ersten beiden Versuche sahen furchtbar aus. Dieses Mal sieht es einigermaßen aus, aber leider ist das gute Stück mehrere Zentimeter zu eng. Bevor das Ganze also noch einmal aufgeribbelt wird, halte ich das Zwischenergebnis hiermit wenigstens einmal zur Erinnerung fest. Und dann auf ein Neues.

Stricken: Halstuch "Lintilla"

Da meine Pullover-Motivation aber jetzt erst mal im Keller ist, habe ich mir zur Abwechslung etwas ausgesucht, das wirklich einfach zu stricken ist. Die Lintilla ist ein Schal bzw. ein asymmetrisches Halstuch von Martina Behm, wird nur mit rechten Maschen gestrickt und hat an den Kanten verkürzte Reihen, die dezent geschwungene Rüschchen ergeben. Sehr entspannend. Die Wolle hierfür ist das zartlilafarbene „Mäusezähnchen“ von Wollmeise („Pure“ 100 % Merino).

Wie sieht das bei euch aus, arbeitet ihr ein Projekt nach dem anderen ab oder habt ihr gleichzeitig mehrere laufen?

Vielleicht ergeben sich ja beim creadienstag ein paar Antworten dazu.

(wip bedeutet übrigens „work in progress“)

9 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Schade, dass der Antler nicht so richtig will. Dabei ist es doch so ein schönes Muster! Ich selber liebäugle mit dem Holsten von Ankestrick. Allerdings muss ich erst einmal meine zig wips fertig stricken, bevor ich noch ein weiteres Projekt anfangen darf. Aber ein ‚Runterstrickprojekt‘ wie die Lintilla ist super zur Motivation, wenn es mit den Großprojekten gerade nicht so klappt 🙂

  2. Beides wird wirklich schön, besonders die Lintilla, die Farbe ist toll! Ich hatte oft ganz viele Wips auf den Nadeln – bis ich irgendwann beschlossen habe, nun konsequent eins nach dem anderen ab“zuarbeiten“ – mir gehts besser dabei, meist hab ich ein Tuch und ein paar Socken angefangen, zur Zeit sogar nur Socken.

    liebe Grüße
    Tina

  3. Deine Lintilla wird ja schön! Ich habe gerade einen Hitchhiker gestrickt und bin daher auf Martina Behm aufmerksam geworden. Aber an Lintilla habe ich mich bis jetzt noch nicht rangetraut. Die Anleitung klingt irgendwie so schwierig. Aber ich werde sicherlich noch ein Tuch stricken, das ist klar.
    Schöne Grüße von Elke

  4. Ja, mit ribbeln oder auftrennen kenne ich mich auch aus … Aber glaub mir, es lohnt sich, nicht aufzugeben! Und dieser Pulli wird bestimmt toll – genauso wie die Lintilla.
    Und übrigens: ich möchte eigentlich immer einProjekt nach dem anderen abarbeiten, aber meine mangelnde Selbstbeherrschung macht mir immer einen Strich durch die Rechnung …
    Liebe Grüße schickt dir Doro

  5. Echt jetzt? 40 000 Stunden? Dann gibt’s nicht viel, was ich gut kann (schlafen und essen vielleicht ;-))) Außerdem bist Du der lebende Beweis, dass diese Theorie nix taugt. Schad drum, dass Du das schöne Stück wieder auftrennen musst! Das asymmetrische Halstuch gefällt mir jetzt schon. Die schrägen Maschen ergeben einen schönen Effekt.
    Liebe Grüße!
    Sonja

  6. ohh, das sieht wunderbar und sehrsehr vielversprechend aus! nur mut!
    das mit der zeit, die das lernen braucht, kann ich nur bestätigen. gemäß dem: wo man nichts hereintut, kann nichts herauskommen!
    glück auf!

  7. Oh mein Gott! 40.000 Stunden hört sich horrormäßig an! Da frage ich mich gerade, was ich so richtig gut kann?! :-/ Ganz liebe Grüße… Michaela 🙂