Blacker Yarns Tamar im Test

Blacker Yarns Tamar

Letzte Woche habe ich ganz besondere Post aus Cornwall bekommen! Ich durfte nämlich das neue Garn Blacker Yarns Tamar testen. Blacker Yarns ist ja bekannt für seine nachhaltige Wolle, die von regionalen und seltenen britischen Schafrassen stammt und in der eigenen Spinnerei The Natural Fibre Company in Cornwall verarbeitet wird (wo übrigens auch die Rosy Green Wool verarbeitet wird). Ganz mein Ding also. Die Blacker Yarns Tamar kommt von den historischen Schafrassen Wensleydale, Teeswater, Cotswold and Black Leicester Longwool, von deren feinen langen Haaren die Wolle einen seidigen Glanz hat. Für das nötige Volumen sorgen 30 % Lammwolle vom Cornish Mule Schaf, einer Kreuzung aus Welsh und Blue-faced Leicester Eltern.

Der feine Glanz der Wolle erinnert an fließendes Wasser und daher ist Namensgeber der Fluss Tamar, der die Grenze zwischen Devon und Cornwall bildet und um den sich auch eine alte Sage über eine Nymphe und zwei Riesen rankt.  Alles ganz typisch keltisch.

Blacker Yarns Tamar

Aber zurück zum Eigentlichen: Tamar ist ein Kammgarn (worsted-spun), d. h. es ist aus einem Kammzug gesponnen und hat eine gleichmäßige glatte Oberfläche. Es gibt es in 15 zarten Farbtönen (die alle nach cornischen Flüssen benannt sind) und in zwei Naturtönen. Die Tamar gibt es in den Stärken DK und 4-ply.

Mein kleiner Probestrang ist ein 4-ply in der Farbe Shales Brook und ich habe daraus eine einfache Maschenprobe und ein kleines Musterstück gestrickt. Bei der Maschenprobe bin ich auf 20 Maschen und 32 Reihen gekommen (10 x 10 cm, nach dem Waschen) mit einer Nadelstärke 3,5. Ich fand das Stricken sehr angenehm, die Wolle ist schön gleichmäßig, durch die lockere Verzwirnung muss man ein bisschen aufpassen, dass man nicht zwischen den Fäden einsticht. Nach dem Waschen sind die Strickstücke deutlich fluffiger geworden und schön weich (natürlich nicht ganz so weich wie Merino, das dürfte ja klar sein). Den Tragetest direkt auf der Haut unter dem Ärmel hat sie auf jeden Fall bestanden und ich kann mir richtig gut ein schönes Tuch damit vorstellen, z. B. den Gwindra Shawl, eine passende kostenlose Anleitung von Blacker Yarns.

Blacker Tamar wird ab Anfang März käuflich zu erwerben sein – bevor ich mich dazu hinreißen lasse, ist allerdings noch einiges aus meinem Wollvorrat dran.

Bis bald und Happy Knitting!
Susanne

PS: Wer noch ein bisschen mehr über Blacker Yarns erfahren möchte, dem sei das Interview mit Sue Blacker im Podcast von Curious Handmade empfohlen.

 

 

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